Unerträglicher Lärm. Er hallt von den Wänden wider bis die Ohren schmerzen. In den bunkerartigen, Peer-Gynt’schen Räumen ist kaum Licht. Trotzdem lassen sich die zu starren Fratzen verzerrten Gesichter gerade noch erkennen. Es ist so als wären die Züge der Menschen hier in unterschiedlichen Emotionen festgefroren. Und wen wundert’s: Es ist richtig kalt. Draußen, so hört man, warte bereits die Sonne. Aber nein. Unmöglich. Ihr Licht würde unsere Augen verbrennen! Es gibt kein Hinaus. Immer wieder und wieder und immer wieder drängt es uns in die kalten Kellerräume zurück.
Aber dennoch. Ein kleines Wunder geschieht in diesen infernalen Hallen. Obwohl man nicht einmal die eigenen Gedanken durch das wummernde Hämmern hindurch ergreifen kann, entsteht ein Gespräch. Ein Austausch.
Begeisterung.
Schierer Enthusiasmus auf allen Seiten.
Ja, ja … lass es uns tun!
Verlassen wir diesen Ort und werden etwas … intimer. Meine Stimme ganz nah an deinem Ohr. Du reagierst auf meinen Rhythmus. Ich auf deinen. Und ja, wir sind nicht nur zu zweit. Zu viert bringen wir unsere Wesenheiten in sync.
Ich, die latente Leitente. Ihr meine kreativen Küken. Und ihr folgt mir Stufe für Stufe heraus aus dem auswegslosen Kerker in das radiophonische Paradies.
Hört hier das Ergebnis einer ver-hang-nisvollen Begegnung.
Eine drogenverherrlichende Konzeptsendung mit einer Prise Sozialkritik.
